Torschützen

Christopher Klaszka 6 Tore
Christoph Herl 4 Tore
Alexander Kossmann 2 Tore
Michael Bock 1 Tor
Michael Pfann 1 Tor

Terminkalender

11.09.2010 15:00 Uhr (A) TSV Rain/Lech (10. Spieltag, BayLiga)
18.09.2010 15:00 Uhr TSV Aindling (11. Spieltag, BayLiga)
26.09.2010 17:00 Uhr (A) FSV Erlangen-Bruck (12. Spieltag, BayLiga)
02.10.2010 15:00 Uhr SV Seligenporten (13. Spieltag, BayLiga)

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Saison 2004/2005

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1. Spieltag / 31.07.2004

SpVgg Ansbach - SpVgg Bayreuth 1:1 (0:1)

Aufstellung SpVgg Ansbach
Raffel - Demir, Kadlubowski, Rein, Völklein - Lippert (ab 73. Volkamer), Goth, Müller, Popescu (ab 46. Sappa) - Kamberger (ab 56. Schmitt), Esslinger.
Aufstellung SpVgg Bayreuth
Bergmann - Arancino, Konjevic, Deffner, Mayr - Goller (ab 65. Kaul), Contala, Mahler (ab 72. Bock), Wurster - Sajaia, Fischer (ab 63. Rasp).
Tore:0:1 Wurster (13.), 1:1 Kadlubowski (83.).
Zuschauer:500
Schiedsrichter:Greth (Ingolstadt)
Sonstiges:Ecken:
4:9.

Zerknirscht wirkte Präsident Heinz Wicklein nach dem Schlusspfiff. "Das waren zwei verschenkte Punkte", lautete sein treffendes Resümee nach dem Bayernliga-Auftaktspiel bei der SpVgg Ansbach, als sich die SpVgg Bayreuth nach begeisternder ersten Halbzeit vor 500 Zuschauern mit einem 1:1 (1:0) begnügen musste. Auch die 50 Schlachtenbummler fanden keine Erklärung für den Leistungsabfall der Gäste.

Das Manko war aber die mangelnde Chancenverwertung in der ersten Halbzeit. Ob sich die Altstädter in diesem Punkt zur Saison-Heimpremiere am Mittwoch um 18 Uhr gegen den zum Start siegreichen FC Passau (2:1 gegen SpVgg Greuther Fürth Amateure) steigern können?
Nur in den ersten 55 Minuten wurden die Bayreuther ihren eigenen Ansprüchen als Bayernliga-Spitzenmannschaft gerecht. Mit Aggressivität im Mittelfeld entschieden sie zunächst fast alle Zweikämpfe zu ihren Gunsten und stürzten mit konstruktivem Aufbauspiel die Mittelfranken von einer Verlegenheit in die andere, wobei die einheimische Viererkette orientierungslos wirkte: Schon vor dem frühen 1:0 (13.) hätte Fischer die Gäste in Führung bringen müssen, wobei er nach einem Eckstoß des im Mittelfeld zunächst auffälligen Contala mit einem Lattentreffer Pech (9.) hatte.
Die längst fällige Führung war symptomatisch für das Spielgeschehen: Arangino angelte sich als Abfangjäger hinter der Mittellinie im Zweikampf das Leder, startete nahezu unbedrängt auf der rechten Außenbahn einen Vorstoß und passte dann mit Köpfchen auf die linke Seite: Dort ließ Wurster den Ansbacher Kadlubowski aussteigen und vollstreckte eiskalt.
Aus der totalen Verunsicherung der Einheimischen konnten aber die Oberfranken kein weiteres Kapital schlagen: Die Kopfbälle der bei Standardsituationen aufgerückten Konjevic und Deffner wurden von Rein und Popescu (17.) jeweils von der Linie gekratzt, während Goller (23.) und Contala (25.) bei Prachtschüssen am Ansbacher Schlussmann Raffel scheiterten, der dann bei Contalas Freistoß-Lattenknaller (40.) eine gehörige Portion Glück hatte.
Zur Kategorie "Unvermögen" muss allerdings die Altstädter Chance in der 51. Minute gezählt werden. Mit einem Traumpass von Mahler auf Fischer war die Abwehr der Einheimischen schon ausgehebelt, doch der Ex-Profi nutzte die Konfusion der Ansbacher nicht und konnte selbst aus kurzer Distanz den Ball nicht über die Linie bugsieren. Mit einem weit am Gehäuse vorbei gezogenen Schuss sorgte Wurster für einen blamablen Abschluss.
Sicherlich war dies eine der Schlüsselszenen, denn die Ansbacher wurden zu mehr Tatendrang ermuntert, während die Altstädter schon nach einer Stunde ausgelaugt wirkten, ihre Zweikampf-Hoheit im Mittelfeld kampflos preisgaben und dafür letztlich mit dem 1:1 bestraft wurden. Kadlubowski traf per Kopfball (83.) nach einem Eckstoß des eingewechselten Sappa, wobei die Zuordnung in der Gästedeckung ebenso wenig wie in der 88. Minute gestimmt hatte, als Esslinger nach einer Sappa-Flanke nur um Zentimeter das mögliche 2:1 der Mittelfranken verpasste.
Ein Sieg der Ansbacher hätte allerdings in keiner Weise dem Geschehen entsprochen: Sie verzeichneten in der 41. Minute ihren ersten ernsthaften Torschuss und in der 59. Minute ihren ersten Eckstoß.
Weshalb sich die Altstädter nach einer Stunde hängen ließen, blieb nicht nur für SpVgg-Präsident Wicklein ein Rätsel. Nach vorne wurden nur noch sporadische Aktionen gestartet, wobei Sajaia mit der Abseitsregel auf Kriegsfuß stand. Der in der ersten Halbzeit ankurbelnde Conatala beschränkte sich auf drei Aktionen, Wurster, Mahler und Goller tauchten ebenso unter wie Fischer. Obendrein hatte Trainer Lettieri keine glückliche Hand mit seinen Einwechslungen, von denen sich lediglich Fischer-Nachfolger Rasp in der 75. Minute mit einem Flachschuss in Szene setzen konnte. Von Kaul und vor allem von Bock gingen keine Impulse aus. Weshalb zuletzt im Mittelfeld überzeugende Heckenberger auf der Bank schmoren musste, bleibt alleine Trainer Lettieris Geheimnis. In dieser Richtung hatten die Ansbacher Vorteile, denn der eingewechselte Sappa brachte Schwung in die Aktionen der eine Stunde lang harmlosen Platzherren, die im Endspurt allerdings konditionelle Vorteile verzeichneten, sodass die lange Zeit unbeschäftigte Defensive der Gäste doch noch ins Schwitzen geriet. Während sich SpVgg-Torwart Bergmann durch Stellungsspiel auszeichnete, sollte Mayr seine provozierenden Aktionen unterlassen.

[Quelle: Nordbayerischer Kurier, 02.08.2004]

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